Ein denkmalgeschütztes Klostergebäude, Räume mit Kreuzgewölbe und im Tonnengewölbe – die Klinik St.Pirminsberg verlangte ästhetisches Feingefühl.

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Anforderungen an das Projekt

Gegründet wurde das Kloster in Pfäfers im 8. Jahrhundert und blickt auf eine lange, bewegte Tradition zurück. Das heutige barocke Klostergebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert. Im Jahr 1838 wurde das Benediktinerkloster aufgelöst und beherbergt seit 1845 die kantonale psychiatrische Klinik St. Pirminsberg. Das Gebäude prägte über lange Zeit die Region und steht heute unter Denkmalschutz.

Für das Wohlbefinden und die Gesundheit entscheidend – in der Therapie allerdings auch. Die Anlagen des alt-ehrwürdigen Gebäudes waren speziell für den Musikraum ungeeignet. Die Schallharten Wände und der Parkettboden ergänzten sich auf problematische Weise. Auch im Raum der Ruhe sowie in zwei Therapiezimmern wurde vom Akustiker eine Lösung verlangt, um die Lärmquellen zu reduzieren.

Herausforderung

Die grosse Herausforderung an diesem Projekt bestand aus der Kombination von gewölbten Decken und der Einhaltung des Denkmalschutzes. Denn es durfte trotz der akustischen Optimierung keine Änderung am Gesamteindruck entstehen. Die neuen Akustikdecken mussten den ursprünglichen Decken im Kreuzgewölbe und im Tonnengewölbe gleichen.

Besonderheit Denkmalschutz

Bei jedem Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, sehen wir uns in der Verantwortung, den Raum so akustisch fortzuführen, wie es damals noch nicht möglich gewesen ist. Das bedeutet alle Massnahmen dienen dazu die Akustik zu ändern, nicht jedoch die Optik. Dieses Projekt wurde vom Denkmalschutz begleitet.

Da unser System in nahezu jeder erdenklichen Form eingebaut werden kann, konnten wir für die formschönen Details unauffällige Lösungen realisieren. Wandanschlüsse oder die Grate entsprechen nun dem Charakter des Klostergebäudes in allen Belangen.

Herangehensweise

Die Akustikdecken mussten eingeschnitten werden, um sie anschliessend in die Gewölbe kleben zu können. Wir setzten hierfür das System BASWA Phon Classic Top ein. Da die Oberfläche hier perfekt der ursprünglichen Decke angepasst werden konnte. Zusätzlich wurden die Akustikplatten noch mechanisch befestigt, damit diese in der Form blieben. Der Anschluss an die Wände musste auslaufend konstruiert werden. Dazu wurden die Akustikplatten verjüngt und am Ende mit Fugenfüller aufgefüllt. Somit verläuft die Decke nahtlos in die Wand.

Eine weitere Herausforderung war die Ausbildung der Graten in der Kreuzgewölbedecke. Diese mussten ohne Profil erzeugt werden, damit die Kante der alten Bauweise entsprach. Dazu wurden die Akustikplatten beidseitig angeschrägt. Die Oberfläche musste den alten Gipsdecken entsprechen und sollten deshalb nicht perfekt geglättet werden. Leichte Wellen durften, sogar mussten, sichtbar sein. Die akustische Leistung der BASWA Phon-Akustikdecken ist sehr gut und man kann die Räume nun für die gewünschten Zwecke perfekt nutzen.

 

Daten zum Projekt:

Projekt Klinik St.Pirminsberg, Pfäfers

Architekt Itten+Brechbühl, St. Gallen

Installation Tip Top Gipsergeschäft AG

Akustiker Baumann Akustik und Bauphysik AG

BASWA-System BASWA Phon Classic Top

BASWA-Fläche 280 m²

Jahr 2018

Fotograf © Hanspeter Schiess

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